Alle gegen die Mitte

Foto: Gerald Grosz
Foto: Gerald Grosz

Wir leben in einer Zeit der destruktiven politischen Hysterie, in der jegliche gesellschaftskritische, warnende Stimme umgehend mit der sogenannten Nazikeule oder einer allfälligen Titulierung als Faschist oder Rechts-extremer quittiert wird.


alles roger?-Gast-Kommentar von Gerald Grosz

Gerade bürgerliche Kreise trifft es. Jeder Liberale, jeder Konservative, jeder Wertebewusste, jeder sich in der Mitte der Gesellschaft Befindliche ist verdächtig.

Und hier sind wir bereits beim paradoxen Verhalten einer kleinen, überschaubaren Gruppe von Meinungsbildnern angekommen, deren einziger Lebensinhalt die Diffamierung von aufrichtigen, logisch denkenden, vernünftigen Menschen ist, die sogenannte Mitte der Gesellschaft. Längst ist es kein Kampf mehr Links gegen Rechts. Die Devise lautet: Alle gegen die Mitte. Der rhetorische Krieg wird heute zwischen ideologisch Verblendeten und logisch Aufgeklärten geführt. Die Wahl der Mittel ist dank der intellektuellen Schwäche jener sogenannten Antifaschisten, die den Faschismus wahnhaft herbeibeschwören, um eine politische Lebensberechtigung zu haben, hingegen zutiefst schändlich.

Dieser Tage habe ich wieder die Gedenkstätte des ehemaligen KZ Mauthausen besucht. Aus einem zutiefst persönlichen Bedürfnis und einem immerwährenden Respekt vor den Opfern heraus. Wir heute tragen zwar keine Schuld, aber eine große Verantwortung.

Angesichts der Monstrosität der Grausamkeit, die dieser schreckliche Ort versinnbildlicht, der Einzigartigkeit der Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch das nationalsozialistische Schreckensregime, wird es mir immer das größte Rätsel bleiben, wie unbedarft, leichtfertig und in Wahrheit verharmlosend mit Titulierungen wie "Nazis" oder "Faschisten" umgegangen wird. Mit welchem menschenverachtenden Zynismus und einer grenzenlosen Bösartigkeit das eigentlich Unsagbare aus parteipolitischem Vorsatz heraus inflationär gegenüber kritisch Andersdenkenden missbraucht wird.

Heimat, Geschichte, Kultur - die Bewahrung von essentiellen Werten bereits als reaktionär gilt. Die Kritik an Fehlentwicklungen innerhalb und außerhalb unserer Gesellschaft in höchstem Maße verdächtig eingestuft wird.

Weil wir uns gegen die Einschränkung unserer freien und offenen Lebensform, gegen die Einschränkung der Meinungsfreiheit zugunsten eines falsch verstandenen Toleranzbegriffs zur Wehr setzen, wird die Mehrheit der Bevölkerung als Nazis tituliert.

Weil wir Frieden und Sicherheit bewahren wollen und weil wir wissen, dass wir gerade aus unserer Herkunft eine besondere Verpflichtung für die Zukunft haben, werden anständige Bürger unseres Landes als Rechtsextreme verleumdet.

Weil wir unsere Leitkultur als sinnstiftende Klammer für den Zusammenhalt unserer Nation und darüber hinaus für ein friedliches Zusammenleben in einem Europa der Vielfältigen und nicht der technokratischen Einfältigen verstehen, werden manche als Nationalisten beschimpft.

Weil Sorge uns im Hinblick auf politische Entwicklungen zum Handeln antreibt, werden manche als Hetzer und Demagogen dargestellt.

Weil wir uns gegen die aufgezwungene Political Correctness als Angriff auf die Meinungsfreiheit einer letztlich gescheiterten Generation 68 wehren, werden kritische Menschen als Faschisten und als Gefahr für die Pluralität der Meinung diffamiert.

Der italienische Widerstandskämpfer und Schriftsteller Ignazio Silone sagte: "Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ,Ich bin der Faschismus?. Nein, er wird sagen: ,Ich bin der Antifaschismus?." Dem ist nichts hinzuzufügen!

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