Auch die Kirche gendert

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Es ist der Anfang neuester Überlegungen. Der erste Mensch soll ein Mensch bleiben und darf nicht mehr Adam heißen.


alles roger?-Kolumne von Manfred Tisal

Der zweite Mensch war allerdings mit Bestimmtheit Eva. Weiblich also. Man will also Adam streichen, um das Weibliche, Eva also, zu präferieren. Die Kirche versucht damit vermutlich der holden Weiblichkeit vermehrt  Aufmerksamkeit zu schenken. Feministinnen wehren sich aber gegen diese Idee, das Alte Testament derart zu ändern. Denn man könnte ja annehmen, dass Eva kein Mensch gewesen sei. 

Die Kirche ist beim ersten Versuch, es Feministinnen recht zu machen, also ins Fettnäpfchen getreten. Und überhaupt. Wenn man es schon niemandem recht machen kann, warum beschäftigt man sich damit? Vielleicht wäre es besser gewesen, bei anderen biblischen Gestalten des Alten Testaments zu beginnen. Abeline und Kainia. Mosa und Aaronia oder so. Vielleicht sind aber diese Änderungsversuche auch nur Geschäftssache. Druckereien, Buchhandel und dergleichen könnten profitieren. Aber wer wird denn gleich solch materielle Überlegungen zu göttlichen Artefakten anstellen? Noch schlimmer wäre es, das Neue Testament in Angriff zu nehmen. Unvorstellbar, wäre es eine Jesa Christa gewesen, die in der Krippe gelegen hätte. Ihre treuesten Begleiterinnen wären Petra und Paula gewesen. Und Petra hätte auf dem Felsen jene Kirche errichten sollen, die sich jetzt, 2018 Jahre nach Christa Geburt, Gedanken über das Gendern macht. Macht besser Schluss mit solchen Überlegungen. Amen.

Führe uns in der Versuchung!

Das Vaterunser, traditionelles Gebet aller Christen, beschäftigt viele Gläubige in  hohem Maße. Früher hieß es, führe uns nicht in Versuchung. Eine Bitte also an den lieben Gott, uns nicht in Versuchung zu führen. Diese erst gar nicht auf uns zukommen zu lassen. Nunmehr soll es heißen, führe uns in der Versuchung. Das wiederum setzt aber voraus, dass Gott schon eine Versuchung gesandt hat. Der Teufel wird ja im Vaterunser nicht die Hände im Spiel gehabt haben. Es sind ja die Worte, die der Sohn Gottes uns zu beten gelehrt hat. Und jetzt bitten wir ihn, uns in dieser von ihm gesandten Versuchung auch noch zu führen. Ist es nicht unfair von Gott, uns überhaupt eine Versuchung zu schicken, um sich dann auch noch bitten zu lassen, uns bei der Bewältigung dieser von Gott gesandten Versuchung zu helfen? Also das könnte er sich sparen. Genauso wie es sich die Kirche sparen könnte, das Gebet aller Gebete im Glauben, das Richtige zu machen, zu ändern.


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