Blutige Flecken auf der Landkarte No-go-Zonen in Frankreich

Foto: Malachy Browne
Foto: Malachy Browne

Die berühmteste No-go-Zone Frankreichs ist der Dschungel von Calais. Nirgendwo sonst war es für die internationale Öffentlichkeit ersichtlicher, was passiert, wenn sich ein Staat vollständig von seinen Hoheitsaufgaben zurückzieht. Doch Calais ist kein Einzelfall.


Text: Florian Machl

Im Zuge der illegalen Migrationsbewegungen ab Ende 2014 trafen bei der Hafenstadt Calais immer mehr Menschen ein, die durch den nahen Eurotunnel nach Großbritannien gelangen wollten. Das Pro-blem war nicht neu. Bereits seit 2002 wurde aus dieser Gegend von illegalen Zeltsiedlungen berichtet. Im August 2016 campierten nach offiziellen Zahlen rund 10.000 Menschen in diesem Areal.

Übergriffe, Raub, Vergewaltigung und Mord zählten zur Tagesordnung. Besonders hart war die gesetzlose Situation für Lkw-Fahrer, deren Job es verlangte, Waren nach Großbritannien zu transportieren. Zahllose Übergriffe wurden mitgefilmt und im Internet gezeigt. Bekannt ist der Fall, in dem ein TV-Team über die Lage im Dschungel berichten wollte und eine Mitarbeiterin durch bewaffnete Bewohner afghanischer Herkunft vergewaltigt wurde.

Hinsichtlich der Duldung fremder Gesellschaften mitten im Staat sind trotz ihrer offensichtlichen Illegalität keine nennenswerten politischen Konsequenzen bekannt. Dabei hat Frankreich, wie die meisten anderen Länder, eine Verfassung, in welcher die Souveränität und die Inte-grität des Staatsgebietes klar definiert sind. Letztendlich müsste gemäß dieser Verfassung in solchen Fällen der Präsident einschreiten. Dies wurde aber über ein Jahrzehnt lang verabsäumt.

Calais: NGOs als Aufhetzer?

Es gibt natürlich, wie überall, finanzielle und ideologische Nutznießer solcher Situationen. In Calais waren viele NGOs tätig. Einige dieser Nichtregierungsorganisationen sollen mittels ideologischer Hetze noch zusätzlich Öl ins Feuer gegossen haben. Speziell der Organisation No Borders wird angelastet, die Stimmung angeheizt und in Richtung gewalttätiger Ausschreitungen getrieben zu haben. Die britischen Linksextremisten manipulierten Migranten, hetzten diese gegen den Staat und Helfer auf und gingen gegen offiziell entsandte französische Sozialarbeiter vor. Ein Zusammenhang mit dem umstrittenen Open Society Foundation-Netzwerk des Milliardärs George Soros ist nicht auszuschließen. Dessen mutmaßliche Finanzierung linksradikaler Gruppen wie w2eu und No Borders wird ja immer wieder offen diskutiert.

Doch Calais ist nur die sichtbare Spitze des Eisbergs. Den Begriff No-go-Zonen prägte der US-Sender Fox News im Jahr 2005 anlässlich der Banlieue-Krawalle genannten Unruhen in Paris. Den massiven Ausschreitungen ging ständige Gewalt voraus, bei der täglich fast 100 Autos sowie Müllcontainer, Bushaltestellen, Telefonzellen und andere städtische Einrichtungen in Brand gesteckt wurden - 28.000 Fahrzeuge bis zum Beginn der nahezu ein Monat lang anhaltenden Krawalle. Zudem wurden etliche jüdische Einrichtungen Ziel von Anschlägen. Ende des Jahres 2005 spitzten sich die Konflikte zu. Die durchgehend jugendlichen Gewalttäter setzten zahlreiche Gebäude in Brand. Die Tatsache, dass es sich bei den Tätern nahezu ausschließlich um Nachkommen mohammedanischer Einwandererfamilien handelte, ist der rote Faden, welcher sich bis dato unweigerlich durch besagte Vorfälle zieht. Neben Paris kam es in 17 weiteren Regionen Frankreichs zu exzessiven Ausschreitungen mit Gewalt und Sachbeschädigung.

751 Problemgebiete

Als Reaktion verkündete der damalige Staatspräsident Sarkozy, keine gesetzlosen Zonen mehr zu dulden. Der Erfolg ist überschaubar. Jahre später listet das Commissariat général à l'égalité des territoires mit heutigem Datum 751 "Zones urbaines sensibles" auf. Es handelt sich um Stadtviertel und Vororte französischer Großstädte, die mehrheitlich von mohammedanischen Immigranten bewohnt werden. Pro Jahr werden Tausende französische Polizeibeamte bei Einsätzen in diesen Regionen schwer verletzt.

Eine dieser Zonen ist La Grande Borne, nahe Paris, der Heimatort des Attentäters, welcher 2015 zeitgleich mit dem Charlie-Hebdo-Attentat einen jüdischen Supermarkt angegriffen hatte. Die Kriminalität liegt hier vierfach über dem Landesschnitt. Für unachtsame Reisende sind solche Zonen gefährlicher als Bürgerkriegsländer. La Grande Borne ist beispielsweise für Raubüberfälle auf Autofahrer berüchtigt. Gegen Maßnahmen des Staates wird mit Gewalt vorgegangen. Als die Behörden eine wichtige Zufahrtsstraße mit einer Kamera überwachen wollten, wurde ein Polizeifahrzeug überfallen, die Scheiben mit Pflastersteinen eingeschlagen, Molotowcocktails ins Innere geworfen und die Polizisten am Aussteigen gehindert.

Gewalt und Frauenverachtung

In diesen No-go-Zonen kann oder will der Staat die Sicherheit der Bürger nicht mehr gewährleisten. Die französische Polizei äußert sich dahingehend, dass man Einsätze in den gesetzlosen Gebieten nach Möglichkeit vermeiden würde, um keine erneuten Unruhen und Ausschreitungen auszulösen. Neben Antisemitismus, Hass auf Weiße und Hass auf Frankreich im Generellen ist die Marginalisierung und Unterdrückung von Frauen zu beobachten.

In den meisten islamistisch dominierten Zonen haben sich Frauen Variationen der Scharia zu unterwerfen. Das Besuchen öffentlicher Orte wie Cafés und Restaurants - insbesondere ohne männliche Begleitung - ist ihnen von der dort vorherrschenden Gesellschaft untersagt. Überall, wo man linker Politik freie Hand ließ, ihre Utopie der Multikulti-Gesellschaft durchzusetzen, scheint das Resultat die völlige Verelendung, Bildungsferne, Gewalt, Monokultur und Abschaffung von Frauenrechten zu sein - also das genaue Gegenteil ihrer süßen Versprechungen.

Korantreue statt Frieden

Linke Politiker und Intellektuelle sehen die Täter all dieser Schauplätze als Opfer, denen man helfen müsse. Sie wollen nicht wahrhaben, dass die dort vorherrschenden eingewanderten Kulturen gänzlich andere Lebenspläne verfolgen, als die bisherigen Einwohner Europas. Während die autochthone Bevölkerung nach Frieden und Bildung strebt und der Zeitgeist die "bunte Vielfalt" zur Gottheit erklärt hat, stehen bei den mehrheitlich mohammedanischen Armutsgesellschaften korangetreue Gottgefälligkeit und Machtübernahme an erster Stelle. Die meisten schönen Dinge, welche das Leben sonst zu bieten hat, gelten als verboten ("haram") oder nebensächlich.

Die französischen Gewalt-Hotspots zeigen auf, was auch anderen europäischen Ländern bevorsteht, sollten sie die Ghettoisierung kulturfremder Menschen auf ihrem Hoheitsgebiet weiterhin zulassen. Insbesondere in Schweden, Belgien, aber auch in Deutschland ist eine vergleichbare Entwicklung seit langen Jahren zu beobachten und sehr besorgniserregend.

Weiter Horror in Calais

Calais wurde bis heute von keiner französischen Regierung endgültig befriedet. Nach einer Räumung Ende 2016 bildeten sich rasch wieder vergleichbare Strukturen. Erst im August 2017 wurde einem ungarischen Lkw-Lenker von Migranten mit einem Ziegelstein der Schädel eingeschlagen. Im Juni starb ein polnischer Fahrer bei einem Unfall aufgrund einer von Migranten errichteten Straßensperre. Zuvor wurde ein weiterer Fahrer mit Eisenstangen ins Koma geprügelt. Die Untätigkeit der Politik ist für Bewohner wie Berufstätige, die sich in diesen Bereichen aufhalten müssen, weiterhin lebensgefährlich.

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