Ein für allemal: Kein Platz für Antisemitismus!

Foto: Harald Kalasek
Foto: Harald Kalasek

Europa hat ein Problem mit wieder wachsendem Antisemitismus. Alle aktuell vorliegenden Studien und Umfragen belegen dies leider eindrucksvoll.


alles roger?-Kolumne von Peter Westenthaler

Auch in Österreich schlug die Israelitische Kultusgemeinde mit unwiderlegbaren Fakten Alarm. Die EU verabschiedete im Vorjahr eine Erklärung als "Meilenstein" und rief zum Kampf gegen Antisemitismus auf. Aber was ist damit wirklich gemeint? 

Das Monster Antisemitismus hat an seinen üblen Facetten zugenommen und wird daher in einem einzigen, allgemeingültigen Begriff nicht mehr länger all seiner gefährlichen Tentakeln gerecht. Ist es der rassistische oder der christliche, der rechtsextreme, neonazistische Antisemitismus  oder der schleichende Alltagsantisemitismus? Oder ist es der neue, auch in Europa wuchernde, gefährliche muslimisch-arabische Antisemitismus? 

Egal welche Form gemeint ist: Alle sollte aus unserem Selbstverständnis und Überzeugung, der gesellschaftliche Konsens der Ächtung und offenen Ablehnung verbinden. Aber geschieht dies auch wirklich? Werden alle Ursprünge und Auswüchse, alle Facetten, Gründe und Abgründe des Antisemitismus von allen in unserer Gesellschaft gleich stark abgelehnt und bekämpft? Wird das da und dort sogar pardonierte "Judenwitzchen" als aller Anfang des Übels gleich bewertet, wie das Streuen von üblen, antizionistischen Gerüchten von hochrangigen, politischen Israel-Kritikern? 

Warum wird der rassistisch, rechtsextreme Antisemitismus - zu Recht - lehrbeispielhaft seziert und bekämpft, obwohl es dabei bereits über nahezu alle Bevölkerungsgruppen einen stärkeren Konsens der Ablehnung gibt, als einen solchen gegen den nur hierzulande noch neueren, muslimischen Antisemitismus, obwohl dieser explizit nicht die Anpassung des Juden zum Ziel hat, sondern dessen Vernichtung sowie die Auslöschung Israels? 

Und trotzdem wird dieser aktuell wohl gefährlichsten Form des Antisemitismus vergleichsweise weniger Aufmerksamkeit in Gesellschaft, Politik und Medien eingeräumt, als dem rassistisch-rechtsextremen, der bereits einem weit größeren Konsens der breiten Ächtung unterliegt. Man kann heute zum Schluss kommen, dass der muslimische Antisemitismus aufgrund der internationalen Frontstellungen im Nahost-Konflikt von weit weniger politischen und medialen Eliten wahrgenommen und bekämpft wird, als ihm aufgrund seiner Gefährlichkeit gebühren würde. 

Aber wen wundert das, in einem Europa, dessen Parlament dem palästinensischen Präsidenten Standing Ovations zollte, als er wortwörtlich das alte, antisemitische Versatzstück des "Juden als Brunnenvergifter" auspackte. Wen wundert es in einem Europa, in dem sich die Anzahl der Juden in den letzten Jahren gedrittelt, jene der Muslime jedoch vervielfacht hat. 

Was hat das nun mit Österreich zu tun? 

Auch hierzulande wird Antisemitismus bekämpft. Leider nicht in all seinen Facetten (siehe oben), sondern meist nur ideologisch und am Raster des politischen Spektrums. Auch in Österreich veränderte sich in den letzten Jahrzenten das Verhältnis zwischen der Zahl der Muslime und jener der Juden rasant zu Gunsten der Muslime. Als Feindbilder werden von Linken und ihren medialen Verbündeten aber der rechtsextreme Antisemitismus, die Fremdenfeindlichkeit und speziell die Islamophobie definiert. Das aktuelle Kernproblem des muslimischen Antisemitismus wird (bewusst?) kleingehalten. Da scheint es wichtiger, die "Antisemitismus-Keule" gegen politisch nicht genehme Medien auszupacken. 

Auch alles roger? wird immer wieder Opfer dieser vermeintlichen Strategie von Links, obwohl es niemals einen antisemitischen Artikel gab. Um dieses Faktum zu umgehen, wurden von unseren Gegnern sogar neue Begrifflichkeiten erfunden:  So etwa der "tendenzielle Antisemitismus" oder "antisemitische Untertöne". Damit kann man gut und perfide Antisemitismus in Bausch und Bogen unterstellen, ohne ihn sachlich - etwa mit einem Zitat - beweisen zu müssen. Nach dem alten Vernaderer-Motto: "Wir haben zwar keine Beweise, aber irgendwas wird schon hängenbleiben."

Der Haken daran: Antisemitismus wird damit verharmlost und seine Gefährlichkeit entwertet. Angesichts des evidenten wachsenden Antisemitismus richtet sich diese kleingeistige, linke Strategie der perfiden "Antisemitismus-Keule" - nämlich dort, wo keiner ist - gegen die Keulenschwinger selbst. Dem dringend notwendigen Kampf gegen die Judenfeindlichkeit unserer Zeit wird damit ein Bärendienst erwiesen. 

Um es ein für alle Mal auch für die linken Keulenschwinger klarzustellen: In alles roger? gibt es keinen Platz für Antisemitismus, welcher Ausprägung auch immer. alles roger? lehnt jegliche Form von Antisemitismus strikt ab. Konfessionelle, ideologische oder sonstige Denk- und Handlungsweisen können aber niemals Grund dafür sein, wirtschaftliche oder politische Fehlentwicklungen und die dafür Verantwortlichen nicht offen und deutlich zu kritisieren. Dafür steht alles roger? als unabhängiges Magazin. Der Wahrheit verpflichtet.

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