Femme fatale française

Foto: Getty Images

Sie hat Angelina Jolie den Platz an der Seite von Brad Pitt gestohlen. Zumindest im neuen Blockbuster Allied: Vertraute Fremde (ab 22. 12. in unseren Kinos). Gerüchte besagen, dass die vertrauten Momente auch privat stattfanden. Ein Grund für die Scheidung? Verübeln kann man es dem Beau nicht. Marion Cotillard, die französische Geliebte Hollywoods.

Text: Lauren Seywald

Die zarten Finger streichen eine braune, seidige Haarsträhne aus dem Gesicht. Mit französischer Eleganz posiert sie vor den Fotografen. Ihre vollen, roten Lippen sind zu einem Lächeln nach hinten gezogen, ohne Zähne zu zeigen. Ihr Blick fesselt. Man verliert sich in ihren Augen. Sie wirken geheimnisvoll - unschuldig und doch verrucht.

Marion Cotillard spricht davon, dass sich selbst präsentieren will, indem sie jemand anderen darstellt. Diese Möglichkeit fand sie in der Schauspielerei, wodurch ein Verlangen seit ihrer Jugend gestillt wurde. Aufgewachsen in einer Schauspieler-Familie, Eltern und Onkel sind in der Branche tätig, kam sie schon mit fünf Jahren in den Genuss, auf der Bühne zu stehen. Die Fragen, wer sie sei und was der Sinn des Lebens bedeute, beantwortete sie sich durch das Hineinschlüpfen in andere Rollen. Die Welt aus den Augen anderer erkennen. Deshalb will sich Marion Cotillard mit jeder Figur neu entwickeln und erfinden.

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Einen Jackpot machte sie dabei mit der Rolle als Edith Piaf in La Vie en Rose (2007). Sie steckte ihr ganzes Herzblut in den Film. Ihr Aussehen veränderte sie dafür drastisch - Augenbrauen ab, ein paar Kilo mehr, die Haltung einer klein gewachsenen französischen Chanteuse eingenommen. Sie nahm die ganzen Dreharbeiten über Gesangsstunden, obwohl im Film die originalen Lieder verwendet wurden. Zumindest für die Lippensynchro war es authentisch. Das Engagement zahlte sich aus, im Februar 2008 gewann sie den begehrten Academy Award als beste Hauptdarstellerin. Der Wendepunkt in ihrem Leben. Das Auge Hollywoods richtete sich nun auf sie. Die Modelabels vergötterten sie als neue Femme fatale. Ganze 200 verschiedene Magazin-Covers zierte sie im Laufe ihrer Karriere, angefangen bei Vogue über Vanity Fair bis zum Wall Street Journal. Sie ist das Gesicht für Dior und durfte ihre eigene Handtasche der Marke entwerfen. Ihre Kreativität lebt sie aber lieber in der Musik aus. Wäre sie nicht Schauspielerin geworden, hätte man sie als Sängerin wieder getroffen.
Dem Schauspiel blieb Cotillard trotzdem treu und drehte den Film Contagion (2011) sogar während ihrer ersten Schwangerschaft bis zum sechsten Monat. Das zweite Kind von ihrem Mann Guillaume Canet ist übrigens gerade auf dem Weg.

Ihr Fokus liegt auf kleineren Rollen in größeren Filmen. Wodurch sie an der Seite von Johnny Depp die 30er-Jahre unsicher machte (Public Enemies), Leonardo DiCaprio durch Raum und Zeit begleitete (Inception), mit Owen Wilson das historische Paris entdeckte (Midnight in Paris) und sich von Batman retten ließ (The Dark Knight Rises).

Momentan bandelt sie mit Brad Pitt in Allied an. Der Film spielt im 2. Weltkrieg, wo das Liebesglück durch böse Gerüchte ins Wanken kommt. Marion Cotillards Figur wird verdächtigt, eine Nazi-Spionin zu sein. Brad Pitts Rolle steht auf der Seite der Engländer. Ihr Kind dazwischen. Drama pur.

Privat lässt Cotillard es ruhiger angehen und befindet sich im Mutterglück. Ihr Engangement steckt sie neben ihren (bald) zwei Kindern in den Tier- und Umweltschutz. Cotillard gilt als Greenpeace-Aktivistin. Eine Französin mit vielen Gesichtern.

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