Goldrichtig - Eine Karriere im Bilderbuch

Foto: Sabine König
Foto: Sabine König

Roman Hagara, Part des Segel-Erfolgsduos Hagara/Steinbacher, hat gemeinsam mit seinem Freund und Wegbegleiter, dem ehemaligen Sport-Journalisten und Buch-Autor Robert Sommer das Buch ?Goldrichtig? verfasst. Darin sind nicht nur Schmankerl aus der groß-artigen Karriere des Burgenländers zu finden, sondern auch Weisheiten für den Lebensweg jedes einzelnen Lesers. Sein Credo: Urvertrauen!


Text: Martina Bauer

Das 160-Seiten-Werk umfasst Heiteres ebenso wie Nachdenkliches. Kein Wunder, der Naturbursch Roman Hagara ist Umweltschützer aus Leidenschaft. alles roger? traf den zweifachen Segel-Olympiasieger bei der Buchpräsentation im Ströck-Feierabend. 

Die zehn Gebote

In dem Buch sind die zehn Gebote des Roman Hagara festgehalten. Die wichtigsten davon erklärt der Sportler für alles roger? so: "Das wichtigste ist das Urvertrauen - in erster Linie in sich selbst. Dass man der Stimme in sich vertraut. Die sagt einem, was gut tut, wofür man eine Berufung hat. Ich hatte das Glück, dass mich meine Eltern mein Talent ausleben haben lassen. Später wurde das bestätigt, dass es genau das ist."

Ob jeder Mensch ein Spitzensportler-Gen in sich hat, weiß auch Hagara nicht, aber er ist sicher: "Jeder hat ein Gen für eine große Begabung in sich. Das muss man nur finden. Das ist der Schlüssel zum Erfolg. Dann beginnt die Arbeit, denn von heute auf morgen wird sich der nicht einstellen. Ein wichtiger Faktor dabei ist der Spaß an dieser Arbeit. Samstag und Sonntag zu trainieren, war eine Selbstverständlichkeit, so wie die Sieben-Tage-Woche. Das übersehen viele."

Die Empfehlung, dass man auf diesem Weg Wind und Wetter trotzen muss, galt für seine Karriere nicht nur sprichwörtlich. Als Segler vom Neusiedlersee war Hagara nicht sonderlich vom Wetter verwöhnt, und sowohl bei den Olympischen Spielen in Sydney (2000) als auch in Athen (2004) kam ihm genau das zugute. Beide Male holte er mit Kollegen Peter Steinbacher Gold. "Die wetterverwöhnten Australier hatten es da beispielsweise viel schwerer, und die hörte man auch oft jammern", so der Autor, der deshalb die Empfehlung an seine Leser gibt: "Man muss aus den unveränderbaren Dingen immer das Beste machen, und am besten tut man das, indem man ihnen gar keine Beachtung schenkt".

Vielleicht ist auch deshalb das Alter für den 53-Jährigen kein Thema. "Vermutlich wird er segeln bis er 100 ist", sagte Co-Autor Robert Sommer bei der Präsentation des Buches. Und tatsächlich hat Roman Hagara noch große Ziele. "Es gibt Projekte, wo ich noch hinmöchte. In die nächsthöhere Bootsklasse zum Beispiel. Ziele sind im Leben einfach wichtig, dass man auf etwas hinarbeiten kann. Und so lange mir der Sport so viel Spaß macht, werde ich ihn betreiben. Es geht nicht immer nur ums Gewinnen", so der Burgenländer mit Leib und Seele.

Karriere-Bilderbuch

Letztere lässt er auch gerne mal baumeln. Vorzugsweise mit seiner Frau, der Fotokünstlerin Sabine König, die auch für die schönen Fotos im Buch verantwortlich zeichnet. Ob es am Neusiedlersee ist, oder in Alaska. Die beiden leben immer im Einklang mit der Natur und lieben sie.  

Nicht zuletzt deshalb ist in dem Buch auch der Satz zu finden: "Alle Lebewesen haben eine gemeinsame Seele. Was wir ihnen antun, richtet sich letztlich gegen uns selbst." In spirituellen Kreisen ganz normal, von anderen als esoterisches Geschwurbel abgetan. Für Roman Hagara und seine Sabine ist es Überzeugung, zu der er sagt: "Wir sehen, welche Insekten im Garten sind und all die anderen Tiere. Wir sehen den Kreislauf des Lebens, jedes Lebewesen hat eine Funktion. Was die Natur angeht, läuft heute viel verkehrt. Da ziehen zum Beispiel Städter aufs Land, um dann rund um ihre Häuser erst recht wieder Betonwüsten zu errichten. So etwas kann ich nicht nachvollziehen. Wir sind es doch, die von allem leben, was dieser Planet zu bieten hat, also sollten wir ihn und die anderen Lebewesen auch schützen und respektvoll damit umgehen." 

Ganz natürlich

Die Natur ist einfach ein faszinierendes Thema für das private Erfolgsduo Hagara/König. "Wir lieben Tierbeobachtungen. Daheim wie im Ausland. Wir sind nach Alaska geflogen, und da waren wir ganz alleine in einem Gebiet mit Lachszug. Früh am Morgen saß dann ganz in der Nähe ein Adler. Bei uns sieht man die ja kaum noch, und wenn, dann in weiter Ferne, aber der saß einfach so da, im Sonnenaufgang (siehe Foto auf dieser Seite, Anm.d.Red.). Da entstand dieses Bild. Das ist ein Wahnsinn", erklärte der Segler im Gespräch mit alles roger?, und dabei leuchteten seine Augen wie die eines Kindes.

Wer sich so viel Begeisterung bewahrt hat, für das was er tut, ob er nun in der Natur sitzt oder übers Wasser segelt, der eignet sich auch gut als Mentor. Genau diese Rolle hat Hagara für das junge heimische Segel-Nationalteam bereits inne. Ob er generell irgendwann als Mentaltrainer arbeiten möchte, kann er noch nicht sagen. Dazu hat er einfach noch auf dem Wasser zu viel vor. Wir wünschen Mast- und Schotbruch!

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