»Jennifer Lopez ist attraktiv, aber mehr ist es nicht.«

Foto: Universal Music

An ihm führt aktuell kein Weg vorbei. Álvaro Soler wird in den europäischen Radios in Powerrotation gespielt und hat bei Youtube Millionen Aufrufe. Mit seinen Singles El mismo Sol und Agosto hat er die Sommerhits des Jahres geliefert. alles roger? schickte seine Berlin-Korrespondentin Geraldine Hauser zu einem heißen Interview mit dem gebürtigen Spanier.


Interview: Geraldine Hausar

Was sagen Sie zu Ihrem Erfolg? Haben Sie damit gerechnet, dass deine Musik so gut ankommt?
Natürlich habe ich das nicht erwartet. Es ging alles sehr schnell, von einer Sekunde auf die andere hat sich mein Leben komplett geändert.

Sind Sie eigentlich ein Morgenmensch?
Sieht man, dass ich kein Morgenmensch bin? (lacht) Im Moment muss ich einer sein, da mein Terminplan so dicht gedrängt ist und ich deshalb früh aufstehen muss. Normalerweise stehe ich erst um zehn Uhr auf, das ist meine Zeit.

 

Worum geht es in Ihrer aktuellen Single Sofia?
Es geht um das Ende einer Beziehung von mir. Ich wollte einen Kontrast zu dem Thema finden, deshalb ist der Song von der Melodie her sehr fröhlich. Das Ganze ist schon länger her, ich habe extra den Namen geändert, weil ich nicht wollte, dass sie weiß, dass der Song von ihr handelt. Sofia ist ein sehr schöner Name, den fand ich immer schon gut.

Würden Sie Ihr erstes Kind vielleicht Sofia nennen?
(Lacht) Wir haben unsere Labradorhündin, die bei meinen Eltern ist, auch Sofia genannt. Das reicht vielleicht schon.

Sie hatten ein Featuring mit Jennifer Lopez und auch einige Auftritte mit ihr. Wie war das?
Es war eine tolle Erfahrung. Es hat auch sehr viel Spaß gemacht zu sehen, wie Leute nach 20, 30 Jahren in der Musikbranche arbeiten.

Wäre das eine Milf für Sie?
Sie ist attraktiv und hat Ausstrahlung, aber mehr ist es nicht.

Mit wem würden Sie gerne auf der Bühne stehen und mit wem im Studio?
Ich würde gerne mit John Mayer im Studio stehen dürfen, und mit Beyonce würde ich gerne die Bühne rocken.

Ich an Ihrer Stelle würde lieber mit der heißen Beyonce ins Studio gehen, da ist es intimer. Finden Sie nicht?
Von John Mayer kann ich im Studio aber mehr lernen. Außerdem bin ich realistisch, Beyonce ist viel älter als ich und wäre auch nicht meine Traumfrau.

Wie sollte Ihre Traumfrau denn aussehen und sein?
Es muss eine Mischung aus Ästhetik und einem spannenden Charakter sein. Mir hilft die schönste Frau nicht, wenn sie hohl ist.

Gab es einen Moment in den vergangenen Wochen und Monaten, der Sie sehr berührt hat?
Ich hatte vor einer Woche einen Akustik-Auftritt in einem Beachclub auf Sardinien. Es war das perfekte Setting mit Sonnenuntergang und Meerblick. Die Krönung war, dass Freunde und Familie da waren.

War das Ihr schönster Auftritt, oder hat Sie ein anderer noch mehr überwältigt?
Ein Auftritt beim Coca Cola Summer Festival in Italien. Ich stand bereits das zweite Mal dort auf der Bühne. 20.000 Zuschauer sangen meine Songs Wort für Wort mit. Ein unglaubliches Gefühl.

Sie sind schon an den verschiedensten Plätzen der Welt gewesen und haben auch einen Teil Ihrer Kindheit in Japan verbracht. Wie war das für Sie?
Jeder Ort war sehr wichtig für mich, aber Japan war sehr prägend. Dort habe ich meine Liebe zur Musik entdeckt. Der Musikunterricht war so toll, und mit meinen Schulkollegen gingen wir einmal in der Woche zum Karaoke und sangen fünf Stunden durch, bis wir keine Stimmen mehr hatten. (lacht) Wir hatten sehr viel Spaß, und das ist mir auch sehr wichtig, niemals den Spaß zu verlieren bei Dingen, die ich mache.

Wo möchten Sie denn alt werden?
Wahrscheinlich in Barcelona, da meine ganze Familie dort ist. Man hat dort ein sehr großes Angebot an Freizeitaktivitäten. Man kann an den Strand gehen, und in zwei Stunden ist man auch in den Bergen und kann Skifahren. Ich sehe an meinen Großeltern, die sich dort zur Ruhe gesetzt haben, wie sehr sie es genießen.

Die meisten Sänger sind früher oder später Schauspieler und Moderatoren, können Sie sich das auch für Sie vorstellen?
Nein, ich bin nicht gut in solchen Dingen. Ich mache zuerst Musik, vielleicht mache ich irgendwann mal eine Gastronomie-Autotour-Fernsehshow. (lacht) Weil Essen meine zweite Leidenschaft ist. Meine Mutter hat in Barcelona ein Restaurant, und ich liebe ihre Küche.

Was wünschen Sie sich für Ihre weitere musikalische Karriere, außer Erfolg?
Ich möchte mich als Musiker und Songschreiber etablieren. Und dass mich das, was ich mache, erfüllt.

Was sind Ihre aktuellen Pläne?
In Deutschland wird es ein Featuring mit einer mexikanischen Sängerin geben und in Italien mit Emma Marrone, wo ich wahrscheinlich auch bei ihrem Tourneeauftakt mit ihr performen werde.

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