"Fridays for Future" oder Desaster Days

Foto: beigestellt - Felix Baumgartner
Foto: beigestellt - Felix Baumgartner

Greta Thunberg, die Mona Lisa des Umweltschutzes, angebetet von denen die die Welt retten wollen, wird sie von den Medien und ihren Jüngern zur Klimagöttin erkoren. Im Gegensatz zu Mona Lisa lächelt Greta nicht. Warum auch, angesichts der jährlich verfehlten Klimaziele gibt es nichts zu lachen.


alles roger?-Kolumne von Felix Baumgartner

Die junge Thunberg ist gekommen um zu bleiben, und um uns Erwachsene das Fürchten zu lehren. Eifrig zieht sie durchs Land und verbreitet die wenig frohe Botschaft: "Unser Haus brennt". Die Schwedin hat Recht, und deshalb wird jetzt im Kollektiv die Schule geschwänzt. Jeden Freitag, so lange bis das brennende Haus gelöscht ist.

Die Brandstifter sind schnell ausgemacht. Es sind die Erwachsenen, die mit ihrer Gier nach Wirtschaftswachstum und der damit verbundenen Zerstörung, die Welt in Schutt und Asche legen. Das ist auch der Grund, warum Greta Thunberg nur mehr selten zur Schule geht. Wozu braucht man Schule, wenn es doch keine Zukunft gibt?

Gut, dass meine Großmutter anders dachte, als sie sich als Trümmerfrau nach dem Zweiten Weltkrieg den Weg in die Zukunft schaufelte, auch, als von einer besseren Welt weit und breit nichts zu sehen war.

Doch zurück in die Zukunft. Die heutige Jugend (nicht alle) fordert gerne, und wird nicht müde, uns Erwachsenen zu erklären, was wir alles tun müssen, damit sie eine bessere Zukunft haben. Ja, das ist genau mein Humor. Fragt doch mal eure Großeltern, was die alles NICHT hatten. Es war nie schöner und bequemer als heute geboren zu werden.  

Alles ist im Überfluss vorhanden

Weltweites Internet, 24 Stunden Fernsehen, Telefone in der Hosentasche, die Mama fährt euch mit dem Auto in die Schule, und wenn ihr drauf besteht, auch bis ins Klassenzimmer. Ja, das Leben macht Spaß. Auch schon mal nachgedacht, warum das alles so ist und ihr es euch bequem machen könnt? Nein? Weil es die Erwachsenen für euch gerichtet haben. Mobiltelefonie und Internet funktionieren nur, weil die bösen Menschen zuerst das Flugzeug erfunden haben, 1969 Kopf und Kragen riskiert haben, zum Mond geflogen sind und das Weltall erforscht haben, damit ihr heute eure Urlaubs-Selfies auf Instagram und Facebook posten könnt. Das ist nämlich nur deshalb möglich, weil in eben diesem All unzählige Satelliten rumfliegen.

Ja, das geht natürlich auch zu Lasten der Umwelt, aber alles im Leben hat ein Preisschild. Auf was wollt oder könntet ihr verzichten? Aufs neueste Handy mit einem noch besseren Akku, Internet, Soziale Medien oder Netflix? Auf die billigen Wegwerf-Klamotten, die aus Polyester hergestellt werden? Mit Sicherheit nicht, denn all diese Dinge sind mittlerweile, so zumindest die Studien, wichtiger als Sex. 

Zeigt nicht mit den Fingern auf die Erwachsenen, sondern zeigt, dass ihr es besser könnt! Wenn ich Mountainbiken gehe, sehe ich viele Jugendliche am See sitzen, die essen und trinken. Wenn ich drei Stunden später zurückkomme, sind die Jugendlichen weg, der Müll aber ist immer noch da. 

Müll produzieren und Müll reden

Rock am Ring, Nova Rock und viele andere Festivals, besucht von überwiegend jungen Menschen. Nach drei Tagen Party gehen alle nach Hause. Was bleibt ist der Müll. Zelte, leere Flaschen, Kondome und Zigarettenkippen, Plastik, T-Shirts, Mist wohin man schaut. Wegräumen müssen diesen Dreck die Erwachsenen von der Müllbeseitigung. Wenn man dann Jugendliche an den "Fridays for Future" Demos zu ihren Ideen von einer besseren Umwelt befragt, kommt auch da zur Antwort wieder nur Müll. 

"Eine CO2-Steuer oder Kerosin-Steuer muss her!", schreit ihr dann. Auch weniger Flüge und mehr Elektro-Autos fordert ihr gerne. Das sind eure Ideen? Wer, glaubt ihr, wird das zahlen? Es sind eure Eltern und später einmal ihr selbst, die dann zur Kasse gebeten werden. Der Umwelt hilft das wenig, aber der Staat kann mit den zusätzlichen Einnahmen bequem seine Budgetlöcher stopfen. 

Die Versagensliste der jugendlichen Demonstranten der "Fridays for Future Demos" ist endlos und eine verantwortungslose, scheinheilige Vorgangsweise, um vermeintlich den Klimawandel zu verhindern.

Ein echtes Zeichen setzen

Warum demonstriert ihr nicht am Sonntag, wenn weniger Autos in den Großstädten unterwegs sind? Dann würden nicht stundenlange Staus eure zukünftige Umwelt belasten, die euch ja so wichtig ist. Warum verzichtet ihr nicht aufs neue Handy, damit weniger umweltbelastende Akkus produziert werden müssen? Warum ruft eure Klimaheilige Greta Thunberg nicht im Kollektiv zum Verzicht auf eure bevorstehende Matura-Flugreise, oder noch viel schlimmer, mit einem Party-Kreuzfahrtschiff, auf? Das wäre doch mal ein wirklich sinnvoller und wertvoller Beitrag zum Umweltschutz, oder? Zeigt mir, dass ihr es wirklich ernst meint und geht mit gutem Beispiel voran. 

Ich glaube an euch, aber freitags einfach nur Schule zu schwänzen und sinnlose Forderungen zu stellen, das ist mir zu wenig.

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