Zehn Expertentipps zum Verhalten bei Messerangriffen

Foto:  MATTHIAS GOLD
Foto: MATTHIAS GOLD

Es gibt kein Universalrezept gegen bewaffnete Angreifer, aber die folgenden Tipps können im Notfall Ihre Überlebenschancen erhöhen. alles roger? hat sie beim Verteidigungsexperten Oliver König eingeholt.


Text: Roland Hofbauer

1.) Achtsamkeit! Die meisten Opfer werden von Angriffen mit Klingenwaffen überrascht. Alle Notwehrstrategien und Techniken versagen, wenn man nicht achtsam die Umgebung beobachtet. Personen die sich auffällig verhalten im Auge behalten, meist sind diese in einem emotionalen Ausnahmezustand. Menschen die sich nähern, können potenziell eine Waffe haben und bereit sein, diese gegen Sie einzusetzen.  

2.) Auf keinen Fall versuchen ein Messer abzuwehren. Eine Klingenwaffe wird oft unterschätzt.

3.) Bedroht Sie jemand mit einer Klingenwaffe und will Geld, Handy oder Wertgegenstände, dann händigen Sie diese aus. Wenn der Täter weg ist, rufen Sie die Polizei. Nichts ist so viel wert, dass es sich lohnt, Gesundheit oder Leben aufs Spiel zu setzen. 

4.) Deeskalieren! Manchmal hilft es, auf einen potenziellen Täter einzureden oder mit psychologischem Geschick die Situation zu deeskalieren.  In den EWTO-Selbstverteidigungskursen steht rhetorisches Deeskalationstraining ganz oben auf der Liste der Mittel.

5.) Flucht! Wer einen potenziellen Messerangriff erkennt, sollte rechtzeitig die Distanz zum Angreifer vergrößern. Das gilt generell für Situationen, wo Ihre Intuition Ihnen Gefahr signalisiert. Wenn sich jemand auffällig verhält, gehen Sie ihm aus dem Weg. 

6.) Alltagsgegenstände als Behelfswaffen verwenden. Wenn man gar keine Möglichkeit hat zu flüchten, kann als letzte Chance auf eigene Waffen zurückgegriffen werden, wie etwa Handy, Regenschirm, Kubotan (kurzer Stock aus Metall oder Holz) als Schlüsselanhänger oder Kugelschreiber "Tactical Pen". All diese Behelfswaffen zur Selbstverteidigung brauchen aber professionelles Training. 

7.) Wenn Sie Zeuge einer Messerattacke werden: Das Risiko, dass Sie schwer verletzt werden, wenn Sie jemandem helfen, der mit einem Messer angegriffen wird, ist extrem hoch. Nur wenn Sie durch regelmäßiges Training auf solche Situationen vorbereitet sind, können Sie eventuell eingreifen. Ansonsten gilt hier: Distanz gewinnen und die Polizei verständigen.

8.) Erste Hilfe leisten: Was tun, wenn jemand mit einem Messer angegriffen und verletzt wurde? Schnell Erste Hilfe leisten und sofort Notarzt und Polizei anfordern. 

9.) Übergriffe mit Klingenwaffen am Arbeitsplatz: Immer mehr Angriffe mit Klingenwaffen passieren bei Behörden, aber auch in Spitälern. Frustrierte Antragstelle, oder Klienten greifen sich die Schere am Schreibtisch und stechen zu. Deshalb: Keine scharfen oder gefährlichen Gegenstände (Scheren, Brieföffner, Teppichmesser) offen herumliegen lassen. 

10.) Angst mit Stärke begegnen: Je selbstbewusster Sie Ihren Alltag leben, desto mehr werden Sie sich in einer gefährlichen Situation auch Ihrer eigenen Stärke bewusst sein. Kurse für WingTsun-Selbstverteidigung begleiten Sie auf diesem Weg.

Tips zur Selbstverteidigung

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