Bauernsterben und Butterkrise

Foto: 123RF
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Der hohe Butterpreis hat eine lange Vorgeschichte, wie der bekannte Kabarettist und "EU-Bauer" Manfred Tisal in seiner Kolumne erklärt. Ab dieser Aus-gabe sind seine treffenden Worte in alles roger? zu lesen.


Eigentlich sterben sie ja nicht, unsere Bauern. Aus diesem Grund ist der Begriff Bauernsterben falsch. Unsere Bauern werden kontinuierlich ausgerottet. Sie sind wie Lämmer, die zugunsten der Agrarfabriken geopfert werden. Einfaches Beispiel ist die kürzlich von den Medien kolportierte Butterkrise. Vor wenigen Jahren war es noch der Butterberg, der Sorgen bereitete. Butter wurde für die Konsumenten aufgrund des Überangebotes billiger. Also förderte man das Kontingentieren (Einschränken der Produktion) von Milch. Man zahlte also den Kühen, pardon den Bauern, dafür, nicht so viel zu liefern, wie aus den Kühen herausgemolken wurde. Diese Einschränkungsförderung wurde wieder abgeschafft. Es sollte also wieder Milch zur Genüge vorhanden sein. Ist es aber nicht, da die Bauern die Anzahl der Kühe eingeschränkt haben, weil sie ja nicht so viel liefern durften, wie die Kühe hergaben. Logisch, oder? Jetzt fehlt die Milch!

 Höhere Preise: Bauern profitieren nicht

Ein Butterloch entstand. Das heißt, Butter ist knapp geworden, weil man für Butter viel Milch benötigt. Und alles, was knapp wird, wird rarer. Und Raritäten haben nun einmal ihren Preis. Wer jedoch glaubt, dass die Bauern Nutznießer dieser Teuerung sind, der irrt. Molkereien und der Handel schöpfen den Rahm ab, den unsere Kühe, pardon Bauern, produzieren. Das ist zwar für Laien schwer verständlich, aber Realität. Dabei handelt es sich aber nur um ein Beispiel von vielen, die es unseren Bauern, Nahrungsmittelproduzenten, Landschaftspflegern und -erhaltern schwer machen, zu überleben und ihr Dasein zu fristen. Wer das nicht verstanden hat, möge sich mit einem der 800 Bauern, die in Österreich jährlich sterben, in Verbindung setzen. Übrigens, sollten Sie einen Laden kennen, in dem es keine Butter gibt, melden Sie es der AMA.

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