Faschingszeit

Foto: 123RF
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Liebe Leserinnen und Leser, endlich ist Fasching! Endlich darf man sein, wer man wirklich ist. Kostüme an. Perücke auf. Und rein in das Getümmel!


alles roger?-Kolumne von Gabriela Benesch

Ta-daaaa!

Höher als der Lärmpegel ist lediglich der Alkoholpegel. Apropos - welches ist die berühmteste Grenze in Österreich? Die Promille-Grenze!

Ta-daaaa!

Ich gebe zu, ich bin keine praktizierende Karnevalistin. Das mag damit zu tun haben, dass ich mich in meinem Beruf fast täglich kostümieren muss. Ich habe also seit dreißig Jahren ununterbrochen Fasching.

Verstehen Sie mich nicht falsch - ich liebe es, mich herzurichten. Nichts geht über ein schönes Abendkleid mit passenden Schuhen und schönem Schmuck da oder dort - oder noch besser: da UND dort!

Aber muss man sich als scheinbar erwachsener Mensch freiwillig lächerlich machen?

Tiger-Lilli und Gorilla

Meine Nachbarin zum Beispiel, eine etwa 150 cm große Dame mit gleich großem Taillenumfang, die Ihre Figur genau dort betont, wo ich sie zu verbergen versuche, läuft in der Faschingszeit selbstbewusst im hautengen Leoparden-Kostüm herum und nennt sich Tiger-Lilli. Ein zoologisches Phänomen.

Ihr Mann steht ihr in nichts nach. Er bindet sich einen Sixpack aus Plastik um seinen Bierbauch und trägt ein Gorilla-Kostüm, wahrscheinlich in Anlehnung an seine Körperbehaarung.

Vielleicht ist es ja ein Kindheitstrauma. Also von mir, nicht von meinen Nachbarn.

Als Kind war Fasching ein märchenhafter Zauber. Und natürlich wollte ich wie jedes Mädchen immer eine Prinzessin sein!

Fliegenpilz und Hexe

Meine Eltern sahen das anders. Sie bestanden auf ein individuelles "Faschingskind".

Einmal musste ich als Pünktchen gehen. Also  nicht das Pünktchen von Pünktchen und Anton, sondern als völlig unbekanntes Pünktchen.

Das war ein kreativer Geistesblitz meiner (ich liebe Sie ja sonst sehr) Mutter.

"Gabilein, schau mal, was ich da für dich genäht habe!"

Mein Kostüm war ein weißes Kleidchen mit lauter roten Punkten und einem ebensolchen Hut.

Ich war mir selber peinlich! Ich sah aus wie ein Wesen aus der dadaistischen Bewegung. Natürlich hat kein Kind kapiert, was das soll und ausgerechnet der doofste Junge mit den dicksten Brillengläsern in meiner Klasse fragte mich:

"Als was bist Du denn verkleidet? Als Fliegenpilz?"

"Nein, als Masernschreck! Du Brillenschlange!"

Mein Zorn muss wie ein Voodoo-Zauber gewirkt haben, denn am nächsten Tag war er krank - der Fluch des Masernschrecks hatte ihn getroffen. Und von da an ging ich als Hexe.

Viel Spaß beim Verkleiden und bis zum nächsten Mal.    

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