Noie Doitsch!

Foto: beigestellt
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Maine sea geeate Lesarinne und Lesa, isch habe mia fur diese Berischt foagenomme, de Einleidung mit dem noie doitsche Rechts-Schraibung su beginne. Erstens aus dem Resbekt und sweitens, isch muss Sie bidde, su verstehe, das wia wolle, das auch Loide von dem andere Kulture dise Seitschrift könne lese. Dange fua ihre Veastäntnis!


alles roger?-Kolumne von Gabriela Benesch 

Erinnern Sie sich noch an die Zeit, als man in Österreich "Österreichisch" gesprochen hat - im Burgenland Burgenländisch, in der Steiermark Steirisch, in Kärnten Kärntnerisch - ich brauch jetzt nicht alle Bundesländer mit all ihren Dialekten und Nuancen aufzuzählen -, oder?

Natürlich hat es immer schon anderssprachige oder mehrsprachige Menschen gegeben und das muss auch so sein, denn eine Vermischung ist notwendig. Mehrsprachigkeit ist überhaupt das Allerbeste und für eine gute Entwicklung des Gehirns, aber auch für ein erweitertes Bewusstsein, unentbehrlich.

Manches ist verständlich ...

Früher hat es einen richtig gefreut, wenn man mal eine andere Sprache hörte. Heute ist es umgekehrt. Heute ist man froh, wenn jemand deutsch mit einem spricht!

Klar, der türkische KFZ-Mechaniker, die serbische Putzfrau und der italienische Eisverkäufer waren schon immer fremdsprachig.

Und dass die 24-Stunden-Pflegerin meiner Omi keine Österreicherin sein kann, ist auch klar, weil wir solche Arbeiten nicht verrichten wollen, weil wir uns zu gut oder zu schade sind oder beides - da braucht man sich nicht wundern, dass eine WhatsApp-Nachricht dann so ausschaut:

"Frau Gabriela, habe ich eine neue Konto Bank, ist eine Papiere in Brife mit Rekung für Kinda-Baihilfe. Bidde ubawaissen!"

... anderes geht zu weit

Aber dass dir heute im Plachutta von einem polnischen Kellner mit bosnischen Wurzeln in gebrochenem Englisch der Wiener Tafelspitz serviert wird, das geht nun wirklich zu weit!

Kürzlich kam ein Lieferdienst zu mir nach Hause:

Pakal! Untaschift!

Tut mir leid, aber das ist nicht für mich, das ist für meine Eltern!

Ja, Untaschift bidde!

Nein, das ist für meine Eltern, die wohnen zwei Häuser weiter, sie müssen dort klingeln!

Abba Sie heisse Benesch?

"Ja, ABER meine Eltern heißen auch Benesch!" Und fast schon in Gebärdensprache: "A-B-B-A w-o-h-n-e-n z-w-e-i H-ä-u-s-e-r

w-e-i-t-e-r!"

Musse spreche mita mia!

Ich hab' das "Pakal" dann entgegengenommen und seinen Chef angerufen: "Hören Sie, Sie haben da jemanden angestellt, mit dem kann man nicht sprechen! Der versteht nix! Das geht so nicht!"

Hat mir der Chef geantwortet: "Isse nette Mann, aba nix spreche Doitsch! Wenn isse Problema mita Doitsch, musse spreche mita mia!"

In diesem Sinne - isch froie mia, dass Sie diese multikulturelle Kolumne gelese habe und wunsche Ihne fiel Ervolg bei dem Integration - vom dem Herzen alles Lippe!

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